62 Eisenhower-Prinzip РAufgabenflut professionell und effektiv bewältigen, ein alter Hut?

Eisenhower-Prinzip, ist das nicht bisschen lange her?

Kennen Sie das?

Sie arbeiten den ganzen Tag. Sie erledigen Dinge am laufenden Meter, Sie l√∂sen Probleme und arbeiten Aufgaben ab und haben doch das Gef√ľhl, Sie haben NICHTs geschafft?

Das ist eine Ph√§nomen, das ganz viele F√ľhrungskr√§fte kennen und das ich in meinen Coaching auch immer wieder h√∂re! Das hei√üt, das Gute ist, Sie sind da definitiv nicht alleine unterwegs!

Ein Klassiker zur L√∂sung dieses Problems ist das Eisenhower-Prinzip, es geht zur√ľck auf den ehemaligen amerikanischen Pr√§sidenten Dwight Eisenhower (1954). Ob er es wirklich erfunden und dann danach gearbeitet hat, ist nicht belegt.

Um was geht es?

Wichtig - unwichtig / Dringend - nicht dringend - Das Eisenhower-Prinzip

Ich finde das Eisenhower-Prinzip/Matrix als Hilfsmittel nach wie vor sehr anschaulich und einfach zu handhaben, auch wenn es nat√ľrlich noch viel mehr Methoden gibt im Zeitmanagement. Viele kennen diese Matrix sicherlich, aber f√ľr die, die damit noch keine Erfahrung haben eine kurze Erkl√§rung.

Wenn Sie von den Aufgaben √ľberrollt werden, schreiben Sie erstmal alles auf, was im Kopf herum schwirrt, dann haben Sie schon den ersten Schritt getan und vergessen nichts.

Beim Eisenhower-Prinzip geht es darum die Aufgaben nach wichtig - unwichtig und nach dringend/nicht dringend zu sortieren.

T√§tigkeiten, die unwichtig und nicht dringend sind, sollten Sie sofort in den M√ľlleimer verfrachten. Aufgaben, die dringend aber nicht wichtig sind, sollten Sie versuchen zu delegieren. T√§tigkeiten und Aufgaben, die wichtig aber nicht dringend sind terminieren Sie in Ihrem Kalender. Aufgaben, die wichtig und dringend sind, erledigen Sie sofort.

Der wichtigste Quadrant ist nat√ľrlich der Quadrant, in dem Sie direkt und selber t√§tig werden m√ľssen.

Die Frage ist, k√∂nnen Sie hier noch weiter "aussortieren"? Was m√ľssen Sie tats√§chlich selber machen und wo verfallen Termine/Abgabefristen die nur SIE l√∂sen k√∂nnen. Hier geh√∂ren nur die wirklich WICHTIGEN Dinge mit hinein.

In meiner Zeit als Personalleiterin habe ich oft von F√ľhrungskr√§ften geh√∂rt, das es alles so viel ist und dass sie es gar nicht schaffen, dass sie aber auch nicht abgeben k√∂nnen. H√§ufig habe ich als Antwort von F√ľhrungskr√§ften geh√∂rt, mein/e Mitarbeiter/in kann das nicht. Auf Nachfrage, hat die F√ľhrungskraft es aber noch nicht mal "ausprobiert". Das finde ich immer sehr schade, da auch das Potential der MitarbeiterIn gar nicht genutzt wird.

 

Im Quadranten "wichtig aber nicht dringend" k√∂nnen Sie Ihre Zeitplanung steuern. Allerdings wandern nat√ľrlich auch irgendwann Aufgaben in den Quadrant "dringend und wichtig", wenn hier nicht abgearbeitet wird.

Kritik: Die Kunst ist nat√ľrlich, sich nicht nur vom Zeitfaktor beeinflussen zu lassen, sondern auch an den wichtigen Dingen zu arbeiten, statt nur an den dringend und wichtigen. Das gelingt aber nur, wenn Sie auch gen√ľgend delegieren oder in den Papierkorb wandern lassen. Ansonsten laufen wir der Zeit hinterher und sind weiterhin im Stress und nur im Krisenmanagement - abarbeiten statt proaktiv Aufgaben anzugehen ist die Folge.

Wichtig ist also, sich zu hinterfragen, was ist eigentlich wichtig! ūüôā

Ist dringend auch wichtig? Oder ist es nur dringend? Wie kann ich einplanen, was wichtig ist, aber noch nicht dringend? Es eignet sich also dazu, immer wieder zu hinterfragen, was ist eigentlich wichtig, um was k√ľmmere ich mich?  Welche Dringlichkeiten kommen in meinem Business vor und wie kann ich wichtige Dinge einplanen, damit sie nicht dringend werden.

 

In der heutigen Zeit, in der immer alles "sofort" passieren sollte, ist das immer ein Spagat, aber mit der Eisenhower-Matrix kommen Sie auf jeden Fall schon ein St√ľck weiter, wenn Sie die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit unterscheiden und sich dar√ľber Gedanken machen, wie die Arbeiten verteilt und geplant werden k√∂nnen.

Stephen R. Covey  hat das Prinzip mit seinem Buch: "Die 7 Wege zur Effektivit√§t" in den 1980er Jahren bekannter gemacht. Was ist Ihre Antwort auf seine Frage:

"Welches ist die eine Sache, die eine enorm positive Auswirkung auf Ihr Ergebnis h√§tte?" 

Vor lauter Abarbeiten haben wir das h√§ufig nicht mehr im Blick und es lohnt sich, daf√ľr einen Augenblick Zeit zu investieren ūüėČ

Zum Schluss ein Metapher:

Sie kennen vielleicht das Bild von einem Waldarbeiter, der Bäume sägt. Ein Spaziergänger kommt vorbei und sieht, dass die Säge ganz stumpf ist und es ewig dauert, bis der Waldarbeiter den Baum zersägt hat. Als der Spaziergänger den Waldarbeiter darauf hinweist, dass die Säge stumpf ist, entgegnet der Waldarbeiter dem Spaziergänger, er hat keine Zeit die Säge zu schärfen....

Arbeiten Sie mit einer scharfen oder stumpfen Säge???

Zum Ausprobieren finden Sie eine Vorlage in den Shownotes, die Sie sich kostenfrei downloaden können.

Shownotes:

Stephen R. Covey Die 7 Wege zur Effektivität

Hier gibt es das PDF zum Download als √úbersicht

Hier gibt es das PDF als Vorlage zum Ausf√ľllen!



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