Finden oder gefunden werden – Ihre Bewerbungsstrategie

Bewerbungsstrategie

Haben Sie eine Bewerbungsstrategie?

Wie gehen Sie eigentlich vor, wenn Sie sich verändern wollen?

Dazu habe ich noch gar keinen Blog-Artikel geschrieben oder Podcast aufgenommen und da fällt mir selber mal wieder wie Schuppen von den Augen, dass es gar nicht so selbstverständlich ist. Dass wahrscheinlich auch nicht jeder etwas mit dem Begriff Bewerbungsstrategie anfangen kann.*

Unternehmen haben – meistens – eine Unternehmensstrategie. Sie haben häufig eine Vision und Unternehmenswerte und dementsprechend die daraus ableitende Strategie und das Vorgehen.

Vielfach nur auf dem Papier und nicht in der Umsetzung, aber das ist mehr als genügend Stoff für einen neuen Podcast und gehört jetzt nicht hierher.

Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie eine Vision davon, was Sie machen möchten? Wissen Sie, wie Sie die erreichen können und was der nächste Schritt ist? Über das Thema Vision möchte ich hier aber jetzt auch nicht schreiben, das gehört mit zum Thema Standortanalyse, was für mich als Basis zwingende Voraussetzung ist. Dazu gibt es schon einen Blogartikel.

Wie also gehen Sie vor, wenn Sie einen neuen Job suchen?

Dazu ist es erstmal wichtig zu wissen, wie denn Unternehmen nach Mitarbeitern suchen.

Hier gibt es den sogenannten Sourcing-Mix.

Ein Unternehmen sucht also über folgende Kanäle:

  • Jobbörsen
  • Headhunter
  • Jobportale/Kandidaten Pools
  • Mitarbeiter-Empfehlung
  • Active sourcing

Wie können Sie jetzt als Bewerber diese Kanäle „bespielen“? Damit kommen wir zu dem Thema finden und gefunden werden.

Jobbörsen

Hier kennen Sie sich wahrscheinlich schon gut aus, die bekanntesten sind z.B. Monster oder Stepstone. Ganz neu dabei ist Google Jobs. Sie können sich Suchagenten anlegen und nach Schlagworten, Entfernung etc. suchen und sich Stellenangebote zuschicken lassen. Bei manchen Stellenbörsen können Sie auch Ihren Lebenslauf hinterlegen und hier kommt das Thema „gefunden werden“. Nur wenn Sie Ihren Lebenslauf hinterlegen, können Sie auch logischer Weise gefunden werden.

Allerdings werden Sie natürlich auch vom eigenen Unternehmen gefunden, wenn die Recruiter in diesen Bereichen suchen. Das heißt, hier hängt es immer noch davon ab, ob Sie eine offene Stelle suchen oder Sie unzufrieden sind. Sie haben aber noch nicht gekündigt und suchen „under cover“ eine neue Position.

Jobportale

Jobportale durchsuchen wiederum Jobbörsen. Das ist zum Beispiel bei Indeed und Kimeta so. Hier  durchstöbern Sie direkt mehrere Jobbörsen und sind nur auf einer Platform. Über einen Klick werden Sie direkt auf die aktuelle Stellenausschreibung weitergeleitet.

Headhunter

Manche Positionen werden von Firmen durch Headhunter besetzt. Das kann verschiedene Hintergründe haben. Schwierig zu findende Spezialisten werden gesucht oder die Stelle ist noch besetzt etc. Hierzu habe ich schon einen Podcast aufgenommen und verweise Sie an die Episode 6 meines Podcasts.

Jobportale/Kandidaten Pools

Wir hatten bei René Lezard früher ein „Schatzkästchen“. Hier habe ich alle Bewerbungen gesammelt, die ich sehr gut fand. Das waren dann Bewerber, die sich z.B. initiativ beworben haben oder vielleicht an zweiter Stelle standen und wir uns für eine andere Person entschieden hatten. Mit DSGVO ist das jetzt nicht mehr so einfach und die Unternehmen müssen verschiedene rechtliche Formalien erfüllen, um Ihre Daten überhaupt speichern zu dürfen. Außerdem müssen diese nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht werden. Es lohnt sich aber immer hier einen genauen Blick drauf zu werfen und die Unterlagen hochzuladen. Ja manchmal ist das allerdings mühsam, aber das versuchen die Unternehmen auch immer besser zu gestalten.

Mitarbeiter-Empfehlung

Es gibt viele Unternehmen, die Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme haben. Von „bring a friend“ über „Vermittlungsprämie“ hab ich da schon viel gesehen. Das bedeutet, der Mitarbeiter bekommt eine Belohnung, meist monetär, wenn er einen Freund oder Bekannten vermittelt, der dann eingestellt wird. Die Prämie wird meistens dann erst nach 6 Monaten vollständig ausgeschüttet, wenn der neue Kollege die Probezeit bestanden hat. Was heißt das für Sie? Reden Sie darüber, dass Sie einen neuen Job suchen, sofern das möglich ist. Häufig kennt jemand jemanden, der jemanden kennt…..kennen Sie, oder 😉 …

Active Sourcing

Das ist vielleicht jetzt für Sie der neueste Begriff. Ich habe von Wolfgang Brickwedde, ICD dazu eine Studie erhalten, aus der hervor geht, dass meistens Menschen von Active Sourcern gesucht werden mit 6-10 Jahren Berufserfahrung, gefolgt von Bewerber mit 2-5 Jahren Berufserfahrung.

Weiterhin arbeiten die meisten mit XING, was eher für den deutschen Raum ist, gefolgt von LinkedIn, was für den internationalen Bereich von Vorteil ist. Bei XING gibt es den Talentmanager, über den die Recruiter noch weiteren Einblick in hinterlegte Informationen von Ihnen sehen können, als jemand mit einem „normalen“ Basis oder Premium-Profil.

 

Grundsätzlich nochmal die Unterscheidung in „finden und gefunden werden“

  • Job finden:

Sie bewerben sich oder nehmen den Kontakt auf über Jobbörsen, Jobportale, Kandidatenpools, Headhunter etc. Und nicht vergessen, Sie erzählen in Ihrem Netzwerk, dass Sie auf Jobsuche sind.

  • Für einen Job „gefunden werden“:

Sie sind sichtbar in den sozialen Medien wie XING, LinkedIn, je nach Branche auch Facebook, Twitter, Instagram oder Pinterest oder/und haben Ihren Lebenslauf in Jobbörsen hinterlegt.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein paar Anregungen geben, damit Sie jetzt Ihre Bewerbungsstrategie überarbeiten und erweitern können.

 

Shownotes:

Die Links sind ja direkt hinterlegt, daher gibt es dazu heute keine weiteren.

 

*zur Lesbarkeit habe ich in der männlichen Form geschrieben, gilt natürlich (m/w/d)