Eine Redakteurin gibt Tipps für das Anschreiben.

Spannend, klar und verständlich. Das wäre schön, wenn das so einfach wäre!

Wie schreibe ich ein Anschreiben, damit ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch bekomme?

Fangen wir mit einer Frage früher an:

Brauche ich heute überhaupt noch ein Anschreiben?

Die meisten wollten tatsächlich kein Anschreiben, ABER WARUM?

📌Bei der Erklärung stellt sich heraus, dass es häufig nur die 08/15 Anschreiben sind, die Personaler erhalten. Die will tatsächlich kein Mensch mehr lesen.

📌Oder es ist der Lebenslauf "nacherzählt". Das brauch ich als Personaler auch nicht, denn mir reicht ein aussagekräftiger Lebenslauf.

Sie als Bewerbender brauchen dann ein Anschreiben, wenn Sie darlegen möchte, warum gerade SIE DIESEN Job haben möchten.

Gerade dann, wenn es vielleicht aus dem Lebenslauf nicht direkt ersichtlich ist. Da hilft die 08/15 Variante auf gar keinen Fall weiter.

Aus meinem Personalernetzwerk weiß ich aber, dass viele gerne ein Anschreiben erhalten möchten, - ich auch - wenn es aussagekräftig ist.

Personaler wollen kein Anschreiben mehr, weil:

❌ Hürden abgebaut werden sollen
❌ der Lebenslauf wiederholt wird
❌ der Job keine Redaktionsposition ist 😉
❌ es BewerberInnen abschreckt.
❌ es copy-paste-Bewerbungen sind.

Liebe BewerberInnen, wenn der Lebenslauf nicht genau auf die Stelle passt, Sie aber richtig Lust auf diesen Job haben, dann schreiben Sie das‼️


Nutzen Sie Ihre Chance und verfassen ein Anschreiben, das nicht 08/15 ist.
Da freuen sich die PersonalerInnen - wirklich!!

𝟎𝟖/𝟏𝟓 𝐀𝐧𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐢𝐝𝐞𝐫 𝐡ä𝐮𝐟𝐢𝐠 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐯𝐞𝐫𝐟𝐚𝐬𝐬𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧, 𝐰𝐢𝐥𝐥 𝐊𝐄𝐈𝐍 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞𝐫 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧.


Die beginnen z.B.:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als... gesehen in......"


Auch nicht: "Sie sind so ein innovatives Unternehmen...."


Ich bin noch immer FÜR ein Anschreiben, aber eben ein persönliches Anschreiben mit Mehrwert.

Daher habe ich mir in meinen Podcast Insa Künkel eingeladen. Sie ist erfahrene Redakteurin und gibt uns Tipps mit auf den Weg, wie wir Sprache nutzen können, auch wenn wir kein Redakteur sind.

Wir haben uns darüber unterhalten:

Wie würdest du grundsätzlich anfangen, ein Schreiben zu erstellen?

Wichtigster Tipp:  Keine komplizierten Bandwurmsätze. Klar, einfach und verständlich! Das heißt, auch immer mit einem verständlichen Satz einsteigen.  

Insas Tipp dazu:

Fragen Sie eine/n 10 oder 12 Jährige/n, ob der Satz klar ist. Bekommen Sie Zustimmung, dann ist der Satz gut!

Was sind denn knackige Botschaften, Beispiele, die die Qualifikation unterstreichen?

Bevor man eine Bewerbung schreibt, sollten Sie sich immer überlegen:

  • Warum möchte ich in dem Unternehmen und der Position arbeiten? 
  • Warum bin ich so mutig, auch eine andere Stelle zu verlassen?
  • Was bewegt mich?
  • Welcher Punkt spricht mich aus der Stellenausschreibung an?

Greifen Sie diese Punkte heraus und überlegen sich, was Ihnen dazu spontan noch einfällt.

Vielleicht haben Sie auch eine Person des Unternehmens auf einer Messe kennengelernt oder Sie finden die Person auf XING/LinkedIn mit interessanten Beiträgen. Nutzen Sie den Kontakt.

Und keine Bange, 80% der Qualifikationen zur Stellenausschreibung reichen aus. Dazu gibt es auch einen Podcast.

Vor dem Schreiben gibt es aber noch etwas "Vorarbeit"!

Vor dem Anschreiben ist die Basis, erstmal herauszufinden:

Was will ich, was kann ich, was finde ich an der Stellenanzeige toll?

Sie können natürlich auch Bewerbungsschreiber nutzen, um sich die Bewerbung erstellen zu lassen. Meine persönliche Meinung dazu ist, lassen Sie das nicht andere für sich schreiben. Das fällt spätestens im ersten Gespräch auf. Bleiben Sie authentisch. Es wird ja nicht immer ein Redakteur gesucht ;)!

Wie ein Anschreiben klassischer Weise aufgebaut wird, das erfahren Sie in dem Artikel zum "Grundgerüst Anschreiben".

Ein weiterer Tipp von Insa:

Um die richtigen Worte für sich zu finden, sprechen Sie mit einem Freund/Freundin über den Job, den Sie haben möchten. Eventuell nehmen Sie das sogar auf und finden dabei "normale" Worte, ohne dass es sich "stelzig" anhört.


Wie komme ich in den Flow beim Schreiben?

Insas Tipp: Erstellen Sie sich vernünftige, realistische "to do" Listen, das lockert den Kopf und setzt Sie nicht total unter Stress.

Suchen Sie sich 10 Ziel-Unternehmen heraussuchen, bei denen Sie arbeiten möchte. Fangen Sie mit den Unternehmen an, die an unterster Position stehen, sodass Sie dann bei den Lieblingsfirmen schon gut in Übung sind. Nur durch "umsetzen und machen" kommen Sie voran! 

Vielleicht hilft Ihnen auch die Idee für die Stelle oder das Unternehmen ein Mindmap zu erstellen, um erstmal die Ideen zu sammeln.

Natürlich können Sie auch ein Zitat zum Besten geben, wenn es passend ist.

Grundsätzliches, das nicht nur für das Anschreiben gilt:

Aus der Erfahrung in den Medien, ist es immer wichtig zu wissen: Worum geht es, warum ist es für die Leser interessant. Beim Anschreiben heißt das also: Warum ist es für mich als Unternehmer interessant?

  • Auf den Punkt
  • keine Fremdworte
  • Nutzen formulieren.

Insa hat mit Ihren Initiativbewerbungen erfolgreich gepunktet.

Hier brauchen Sie sich auch in keine vorgegebene Stellenausschreibung "reinzupressen". Allerdings ist eine gute Vorbereitung nötig, um aufzuzeigen, warum das Unternehmen genau Sie einstellen sollte.

Viel Erfolg!

Shownotes:

Insa Künkel, Kontakt: Kontakt@insakuenkel.de, LinkedIn Insa Künkel, Blog: https://insakuenkel.com/blog/

So wird ein Anschreiben aufgebaut - Grundlagentipps

Der erste Satz, so gelingt er

Stellenausschreibungen, wie lese ich die? 80% der Stellenausschreibung reicht...

Ihr XING-Profil Podcast

Online Bewerbung XING und LinkedIn, wie werde ich gefunden.


Checkliste Anschreiben:

https://www.herrmann-hurtzig.de/ChecklisteAnschreiben


Interview auf YouTube:



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