Anschreiben – Tipps & Tricks für das Bewerbungsanschreiben

Auf ins NEUE JAHR

Mit der richtigen Sprache direkt überzeugen

Sie haben die nächste Stelle fest im Blick und haben den Lebenslauf bereits fertig. Nun geht es ans Anschreiben – und Ihnen fällt einfach nichts ein? Viele meiner Coachees sind verunsichert, wenn es ums Bewerbungsanschreiben geht. Auch wenn es heutzutage mehr und mehr außer Mode gerät, ist es doch insbesondere bei Bewerbungen auf Führungspositionen weiterhin von Bedeutung.

Leider machen sich viele durch die falsche Ansprache oft Chancen zunichte. Dabei kann das Anschreiben im Gegenteil Ihre Chancen sogar verbessern, wenn Sie es schaffen, sich hier ins rechte Licht zu rücken.

In den folgenden Anschreiben-Tipps zeige ich Ihnen die wichtigsten Aspekte auf, die Sie beachten sollten. Für noch mehr Infos und Tipps zum Thema kommen Sie gerne in mein Bewerbungscoaching oder zum Bewerbungstraining.

Sie stehen gerade am Anfang Ihres Bewerbungsprozesses?

  • Der Job ist betriebsbedingt gekündigt und Sie haben sich bisher noch nie mit dem Thema Bewerbung befasst?
  • Wiedereinstieg nach der Elternzeit und Sie fragen sich, wie geht das noch mit einer Bewerbung?
  • Oder Sie haben die Nase einfach voll und möchten endlich mal eine Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht und bei der Sie sich montags schon freuen wieder aufzustehen.

Auch dann kommt das Thema Bewerbung auf den Tisch.

Anschreiben: Vorbereitung ist alles

Bevor Sie sich überhaupt an das eigentliche Anschreiben setzen: Machen Sie zunächst einen Schritt zurück. Der Punkt Vorbereitung ist aus meiner Sicht so, so wichtig und wird ganz häufig unterschätzt.

Der Job ist weg, die Panik groß, oder eine Stellenanzeige, die sich ganz gut anhört oder aussieht in Sicht. Das Wuseln geht los! Schnell muss eine Bewerbung her, wie geht das doch gleich?

STOPP!

Bitte, halten Sie kurz inne und genießen Sie einen Tee oder Kaffee. Und dann machen Sie sich Gedanken zu folgenden Fragen:

  • Was will ich eigentlich?
  • Was kann ich bzw. was habe ich bereits alles im Leben gelernt?

Notieren Sie sich Ihre Gedanken: im Tagebuch oder auf einem Bogen Papier oder in einer Datei. Je mehr Sie hier über sich „herausfinden“ und festhalten, desto besser sind Sie dann bereits auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet.

Spätestens hier benötigen Sie diese Informationen sowieso! Aber auch im Bewerbungsschreiben ist es hilfreich, schließlich möchten Sie ja den Eindruck vermitteln, dass Sie wirklich aus Überzeugung in das Unternehmen möchten und dieses auch weiterbringen können – und das fällt schwer, wenn Sie sich selbst gar nicht sicher sind.

Anschreiben: Tipps für die individuelle Ansprache

Das eigentliche Bewerbungsschreiben bringt viele zur Verzweiflung. Oft ist gar nicht klar, was das Unternehmen erwartet. Einige greifen auf Copy-Paste-Floskeln zurück oder begnügen sich mit so allgemeingültigen Aussagen, dass die Personaler genauso gut ein Horoskop lesen könnten.

Im Folgenden gebe ich Ihnen Anschreiben-Tipps, mit denen Sie Ihr Bewerbungsschreiben individuell und zielgerichtet formulieren können.

Einstieg

Der Einstieg in das Anschreiben fällt den meisten meiner Coachees am schwersten und tatsächlich kann hier schon die falsche Phrase den Ersteindruck gehörig eintrüben.

Wichtig: Den ersten Satz bitte nicht beginnen mit „Hiermit bewerbe ich mich um…“, sondern einen aktuellen Anlass oder individuelle Kompetenz und Erfahrung als Aufhänger für den Einstieg nutzen.

Zum Beispiel: „Nach dem Artikel in … über Ihr Unternehmen, wusste ich, hier will ich arbeiten. Ich kann Sie besonders gut in dem Gebiet … unterstützen, das Sie dort beschrieben haben.“ (Warum folgt dann!)

Oder: „Beim Tag der offen Tür habe ich Ihr Unternehmen etwas besser kennengelernt und möchte bei Ihnen als … tätig werden, da ich besonders meine Kenntnisse… bei Ihnen gut einsetzen kann.….und Sie hiervon profitieren können.“ (Warum muss dann auch folgen!)

Oder: „In dem Interview des CEOs habe ich gelesen/gehört…“ Oder auf ein neues Produkt eingehen etc.

Es gilt: Seien Sie individuell und gut vorbereitet. Werden Sie konkret und belassen Sie es nicht bei Floskeln.

Lesen Sie dazu auch meinen Artikel: „Was motiviert mich?“

[Podcast, Episode „Der erste Satz“]

Hauptteil

Hier gilt es, die eigenen Kompetenzen darstellen, ohne den Lebenslauf noch mal zu wiederholen. Heben Sie hervor, was das Unternehmen davon hat, dass es Sie einstellt. Schreiben Sie Beispiele, woran man die Kompetenzen festmachen kann, z. B. Fußballverein als Beleg für die Teamfähigkeit etc.

  • Be-WERBUNG, womit können Sie für sich werben?
  • Warum sollte ich Sie als Unternehmer einstellen?
  • Was bieten Sie dem Unternehmen? Geben Sie Beispiele
  • Welche Projekte haben Sie in Ihrer Tätigkeit bereits umgesetzt, angestoßen oder erfolgreich abgewickelt, die dem Ansprechpartner zeigen, ja, genau diese Qualifikation suche ich?

Auch hier gilt: Konkret bleiben. Warum ist Ihre Qualifikation so wertvoll für genau das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben? Für welche konkrete Aufgabe, sind Sie bestens vorbereitet?

Schluss

Am Schluss des Bewerbungsschreibens teilen Sie mit, ab wann Sie mit der neuen Tätigkeit starten können. Hier haben Sie sogar die Chance, Arbeitslosigkeit als Vorteil darzustellen, schließlich können Sie sofort mit der Arbeit beginnen.

Außerdem geben Sie auch hier Ihre Gehaltsvorstellungen an, wenn diese gefragt sind – bitte stets als Jahresgehalt, nicht als Monatsgehalt.

Zum Abschluss sollten Sie dann noch darauf hinweisen, dass Sie für ein Vorstellungsgespräch zur Verfügung stehen. Formulieren Sie auch hier die Sätze aktiv und ohne Konjunktiv.

Weitere wertvolle Tipps für das perfekte Anschreiben

Senden Sie Ihre Bewerbung elektronisch zu, sollten Sie alle Dokumente als PDF speichern. Auf diese Weise bleibt die Formatierung unabhängig vom Endgerät erhalten. Falls Sie ein spezielles Design nutzen, kann es so nicht „zerschossen werden“.

Eigentlich selbstverständlich, aber dennoch erwähnenswert: Ihr Anschreiben sollte fehlerfrei sein! Lassen Sie also andere Leute im Zweifel lieber noch einmal drüberlesen. Noch peinlicher als Rechtschreibfehler sind falsche Namen oder Firmenbezeichnungen, die durch unachtsames Copy & Paste entstanden sind. Mit solchen Fehlern haben Sie jegliche Chance zumeist schon im Ansatz verspielt.

Bleiben Sie außerdem bei einer einfach zu lesbaren Schriftart und -größe. Sie möchten durch Inhalte überzeugen, nicht durch gestalterische Spielereien. Eine schöne Gestaltung ist zwar ein Plus, doch ich rate meinen Coachees dazu, es lieber simpel und schlicht zu halten.

Zum Schluss bekommen Sie noch ein kleines Geschenk von mir: eine kostenfreie Vorlage für ein Anschreiben nach DIN 5008.

Hier finden Sie noch mehr Infos zum Thema Bewerbung

Sie finden auf meiner Seite noch weitere hilfreiche Artikel zum Thema Bewerbung in meinem Blog. Viel Spaß beim Durchschauen und Lesen: