Haben Sie auch den Montagsblues? 9 Tipps zur Motivation

Wie motiviere ich mich? Oder wer motiviert mich?

Der Montagsblues – 9 Motivationstipps, wie Sie sich selber motivieren! Podcast 019

Fast jeder Zweite hat den Montagsblues

Knapp 42 Prozent der Befragten in einer Umfrage gaben an, montags nicht gerne zur Arbeit zu gehen. Das war der Anlass, nochmal tiefer nach dem Podcast mit Nicola Fritze über das Thema Motivation nachzudenken.

 

Was ist Motivation überhaupt?

Das Wort Motivation ist auf das lateinische Verb movere (bewegen, antreiben) zurückzuführen.

Laut Wikipedia ist Motivation:
„Motivation bezeichnet die Gesamtheit aller Motive (Beweggründe), die zur Handlungsbereitschaft führen, und das auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.“

 

Also kurz gefasst, dass was mich antreibt, etwas zu machen.

In der Literatur finden sich mittlerweile jede Menge Artikel, Bücher und Forschungen zum Thema Motivation.

 

Maslowsche Bedürfnispyramide

Ein sehr bekanntes Modell zum Thema Motivation ist die Bedürfnispyramide von Maslow. Hier wird erklärt, wie die verschiedenen Bedürfnisse aufeinander aufbauen. In dieser Theorie müssen erst die Grundbedürfnisse befriedigt sein, bevor wir zielgerichtet eine Handlung für das nächste Bedürfnis ausführen.

Maslowsche Bedürfnispyramide
Maslowsche Bedürfnispyramide
Wer mehr dazu erfahren möchte: Literatur: A Theory of Human Motivation. In Psychological Review. 1943, Vol. 50 #4, Seite 370–396; A Theory of Human Motivation – online Ausgabe bei der York University.

Aus der Pyramide ist zu erkennen, dass zunächst die Grundbedürfnisse befriedigt werden müssen, bevor es in die Wachstumsbedürfnisse geht. (Maslow 1943)

Grundbedürfnisse sind z.B. Essen und Schlafen; Sicherheitsbedürfnisse sind z.B. Unterkunft und eine Arbeitsstelle, die sicherstellt, dass ich Einkommen generiere und überlebe.

Dann erst kommen die sozialen Bedürfnisse, wie der Wunsch nach einem PartnerIN oder Freunden, nach Anerkennung und Wertschätzung.

Nach Maslow beginnt erst dann das Streben nach Selbstverwirklichung, wenn die ersten Bedürfnisse gestillt sind.

Wie sieht es nun montags mit Ihnen aus?

Sind sie motiviert oder unmotiviert?

Wie ist das denn in Ihrem Job?

Im beruflichen Alltag geht es ja um die Motivation etwas zu tun, weil ich etwas gerne mag, aber es geht auch um das Motiv.

Die verschiedenen „Motive“, – möchte ich:

  • die Karriereleiter erklimmen?
  • einen guten Ruf haben,
  • Führungskraft werden,
  • mehr Verantwortung erhalten oder
  • ein höheres Gehalt erzielen?
  • Vielleicht reizt mich ein Firmenwagen oder
  • das Eckbüro mit schöner Aussicht.

 

Wie heißt es so schön:

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will findet Gründe

Wie geht das denn jetzt mit der Motivation?

Das was sich grob unterscheiden lässt, ist die intrinsische und die extrinsische Motivation:

 

Intrinsische Motivation

Hier kommt meine Motivation aus mir selber heraus, mein innerer Antrieb hilft mir etwas zu tun. Zum Beispiel meine persönlichen Interessen, oder kreative oder künstlerische Neigungen und Herausforderungen (Künstler). Von vielen Forschern wird diese als besonders stark angesehen.

Aus meiner Sicht ist diese vor allem wichtig, weil ICH sie beeinflussen kann – mit meinem Denken und Handeln.

Andere haben hier kaum Einfluss. Entweder liegt die intrinsische Motivation in der Aufgabe oder in mir als Person, weil ich meine persönlichen Ziele verwirklichen kann.

Mihaly Csikszentmihályi bezeichnet es als Flow, wenn ich durch meine Aufgabe oder meine Wertvorstellungen so in meinem Arbeiten „versunken“ bin, dass ich meine Außenwelt nicht oder kaum wahrnehme.

Hier ein Tedtalk von 2004  ab Minute 15:32 erklärt Mihaly Csikszentmihályi nochmal genau den Flow und was dazu gehört.

Extrinsische Motivation

Bei extrinsischer Motivation erbringe ich Leistungen, weil ich mir davon einen Vorteil (zum Beispiel eine Gehaltserhöhung) verspreche oder vielleicht Nachteile vermeiden möchte. Hier geht es also um die Motivation von außen. Damit arbeiten viele Unternehmen noch im Rahmen von Bonus und variablen Anteilen im Gehaltssektor.

Die Gefahr besteht hier, sobald die extrinsische Motivaton erfolgt, d.h. die Gehaltserhöhung stattfindet, fehlt plötzlich der Antrieb für den Mitarbeiter. Die Motivation. Sie brauchen etwas Neues, das diese Antreiber-Rolle übernimmt. Daher sind häufig finanzielle Anreize nur kurzfristig für eine Motivation aber nicht langfristig zu empfehlen. Außer dem finanziellen Anreiz gibt es dann noch die Motivation durch das Umfeld, also dass ich z.B. von Vorgesetzen und Kollegen anerkannt oder geschätzt werden möchte. Mein Motiv ist in diesem Fall die Anerkennung.

 

Wie ist das bei Ihnen? Was sind Ihre Motive?

Ich hatte neulich einen Anruf von einem Coachee, der mir sagte, er hat gerade den Job gewechselt, aber der nächste Chef würde ihn schon wieder nicht motivieren. Er würde irgendwie immer bei den falschen Unternehmen anfangen und bräuchte mal ein Coaching. Hmmm….

 

Kann mein Chef mich motivieren? – Ist es die Aufgabe, dass Ihr Chef Sie motiviert?

 Damit Ihr Chef Sie motivieren kann, muss er zunächst wissen, was Sie überhaupt motiviert. Menschen, die empathisch sind, finden das sehr gut heraus. Es ist schön, wenn Ihr Chef das kann, aber viel besser geht es Ihnen, wenn Sie das selber können!

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Dazu ein kleiner Exkurs an meine Führungskräfte:

Wie kann ich aber als Chef das herausfinden? Das gilt auch anders herum, wie kann ich als Mitarbeiter herausfinden was meinen Chef motivert…Haben Sie schon mal Ihren Chef gelobt? – ok ich schweife ab, anderes Thema….. 😉

Wie finde ich das als Chef heraus?

Indem Sie mit Ihren Mitarbeitern sprechen!!! Indem Sie sie nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen fragen, indem Sie mit Ihnen im Austausch sind.

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Häufig ist es motivierend in einem Team für eine gemeinsame Sache zu arbeiten, wenn jeder sich mit der gemeinsamen Aufgabe/Sache identifiziert. Wenn dann Wertschätzung und Anerkennung hinzukommen, können hier tatsächlich auch Spitzenleistungen entstehen.

 

Motivation – Fähigkeit – Erlaubnis

Wichtig ist hier aber auch zu wissen, dass die Motivation alleine manchmal nicht ausreicht. Der Mitarbeiter muss auch die Fähigkeit haben, etwas zu tun. D.h. ich muss sowohl fachlich als auch z.B. organisatorisch dafür sorgen, dass die Mitarbeiter etwas können dürfen.

 

Wie motiviere ich mich selber?

Wie motiviere ich mich selber, wenn es mein Chef schon nicht tut?

Nehmen Sie sich bitte mal einen Augenblick Zeit und überlegen sich:

  • Was möchten Sie denn überhaupt erreichen?
  • Welche Ziele möchten Sie erreichen?
  • Was genau treibt SIE an, was ist IHRE Motivation?
  • Warum stehen Sie montags gerne auf, oder warum vielleicht auch gerade nicht?
  • Ist es zum Beispiel Anerkennung oder Geld? Oder was ganz anderes?

 

Meine 9 Tipps für jeden Tag ein klein bisschen mehr Motivation:

  1. Positives Denken

Wenn Sie gerade in einem Motivationsloch hängen, nutzen Sie die Kraft des positiven Denkens und Visualisierens.

Stellen Sie sich vor, wie Sie mit großer Freude Ihre Aufgaben erledigen und wie zufrieden Sie im Anschluss seien werden.

Es regnet, der Bus ist gerade weg.

Wie sagte doch Karl Valentin:

Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“.

Also nutzen Sie den Tag!

 

  1. Anderen eine Freude machen

Überlegen Sie doch mal, wie Sie vielleicht anderen Menschen eine Freude machen können.

Unsere Kinder, 6 und 8 Jahre alt – haben gerade die Erfahrung gemacht, wie toll es ist, wenn sie sich bei Fußgängern auf dem Gehweg bedanken, wenn sie mit dem Fahrrad vorbei fahren dürfen. Wie freundlich die Fußgänger ihnen begegnen, wenn sie sich bedanken! Die Kinder klingeln, bedanken sich für den Platz, den die Fußgänger machen, die Fußgänger freuen sich, dass Kinder sich bedanken – und ich dachte, es sei selbstverständlich!!!!

 

  1. 80/20 Regel und Deadlines

Aufgaben, die eher auf der Seele liegen, als auf dem Schreibisch, werden ungern bearbeitet. Wenn aber plötzlich die Zeit knapp wird, werden doch 80% der Arbeit zügig erledigt. Also setzen Sie sich Deadlinies. In Erfolgsteam klappt es super, weil sie sich immer zu einem bestimmten Termin erzählen, wo Sie gerade stehen und was Ihr nächster Schritt ist.

  1. Teilen Sie die Aufgaben in kleinere Schritte.

Bisher bezwingt auch selten jemand den Berg senkrecht, sondern zum Beispiel in Serpentinen. Es sei denn Sie klettern tatsächlich….

 

  1. Realistische Ziele

Sind Ihre Ziele realistisch, die Sie auch wirklich umsetzen können? Sonst ist der Frust vorprogammiert. Einen Blog zum Thema SMARTe Ziele finden Sie hier in Verbindung mit guten Vorsätzen für das neue Jahr.

 

  1. Notieren Sie sich Ihre Erfolge!

Meine Coachees bekommen in meinen Coachings ein Büchlein, auf dem steht Job-Navigator und auf der Rückseite Schatzbuch.

In den Jobnavigator kommen alle to-dos für die berufliche Entwickliung.

Viel wichtiger ist aber das Schatzbuch. Hier werden – wenn möglich jeden Abend 3 positive Erlebnisse festgehalten. Der Sinn- wir richten die Focussierung auf die positiven Dinge und nicht immer auf das negative Erleben. Schauen Sie auf meinem Blog, dort finden Sie dazu auch einen Artikel.

 

  1. Belohnen Sie sich

Wenn Sie im Job nicht motiviert sind und permanent auf die Uhr schauen, schaffen Sie sich selber ein negatives Arbeitsumfeld.

Entweder Sie wechseln den Job – bitte überlegen Sie dann vorher, was SIE wirklich wollen – oder Sie fangen erstmal im direkten Umfeld an und schauen, ob es nicht doch das eine oder andere gibt, was Sie motivieren kann. Schenken Sie sich selber kleine Belohnungen, wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben, die Sie Überwindung gekostet hat. Und wenn es ein neues Buch oder eine Trainingseinheit ist.

 

  1. Der Lieblingssong morgens unter der Dusche

Haben Sie morgens unter der Dusche schon mal Ihren Lieblingssong gehört?

Mit meinen Kindern spreche ich häufig abends darüber, was am Tag besonders schön war. Wie wäre es damit, dass Sie sich morgens überlegen, worauf Sie sich freuen? Es gibt garantiert irgendwas.

Ich hatte mal eine schöne Postkarte gefunden, auf der Stand etwas wie „Du bist gut, du bist schön, du bist reich….“ Sie hing eine Zeit an meinem Spiegel und ich musste morgens und abends wirklich grinsen und hab das ab und an auch laut ausgesprochen.  Na – und was glauben Sie? Aus dem Spiegel hat jemand urück gelacht….!!!

Solch eine Postkarte habe ich jetzt übrigens auch für meine Kunden entworfen 😉 …

 

  1. Umgeben Sie sich mit den richtigen Personen

Es gibt ja das Sprichwort Sie sind der Durchschnitt der 5 Personen, die Sie umgeben. Dann überlegen Sie doch mal, mit wem Sie in Zukunft Ihre Mittagspause verbringen möchten. Wer sind Ihre Energieräuber und wer gibt Ihnen Energie und Spaß. Umgeben Sie sich mit gut gelaunten Menschen und nicht mit Nörglern.

 

 

Sie entscheiden:

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

 

Und wie schön öfter geschrieben, überlegen Sie:

WILL ich das?

Will ICH das?

Will ich DAS?

 

In meinem vorherigen Podcast mit Nicola Fritze sprechen wir über das Thema Motivation und wie sie damit umgeht. Hören Sie gerne rein.

Wenn Ihnen mein Podcast gefällt, freu ich mich über Ihre 5 Sterne Bewertung auf iTunes. Das hilft mir meinen Podcast bekannter zu machen und auch andere Hörer können von meinen Tipps profitieren.

❤️ lichen Dank dafür!

 

Bewerbungsbooster – Workshop in Langenfeld 25. Mi 2019

Wenn das jetzt alles nicht hilft, dann empfehle ich Ihnen meinen Workshop am 25. Mai 2019 in Langenfeld.

Bewerbungsbooster für Führungskräfte.

Wir finden heraus, was Sie wirklich wollen und können und welcher Job zu Ihnen passt. Wie eine Bewerbung heute aussieht, verrate ich Ihnen natürlich auch noch! Bis zum 28. April gibt es noch das Frühbucherticket.

Shownotes:

Umfrage Statistik: https://de.statista.com/infografik/14345/gruende-warum-befragte-nicht-gern-zur-arbeit-gehen/