Kündigung erhalten - was tun? So kommen Sie wieder in Ihre Stärke.
"Mir wurde gekündigt."
Ein Satz, der alles verändert.
Von einem Moment auf den anderen, ohne Vorwarnung!!!
Genau das ist Christoph Maria Michalski passiert.
Morgens noch Geschäftsführer - am Nachmittag mit der Bananenkiste auf der Straße. Im Interview erzählt er, wie sich dieser Moment angefühlt hat. Und vor allem: Wie er wieder herausgefunden hat.
Eine Situation, die heute schneller als gedacht eintreten kann. Diese Situation habe ich auch schon erlebt. Als Personalerin von beiden Seiten, daher weiß ich auch, wie sich das anfühlt.
Gerade in höheren Positionen gibt es manchmal ohne Vorwarnung ein Gespräch und der/die MitarbeiterIn wird mit sofortiger Wirkung von der Arbeitsleistung freigestellt. Der Satz: "Mir wurde gekündigt" hämmert dann erstmal unaufhörlich im Gehirn.
Wie kann ich damit umgehen?
Hören Sie in den Podcast rein, schauen Sie sich das YouTube-Video an und ich hoffe Sie nehmen ein paar Tipps für sich mit!
Plötzlich gekündigt - warum der Schock so tief sitzt
Eine Kündigung ist nicht nur ein Jobverlust.
Sie trifft oft viel tiefer:
- Ihr Selbstwert gerät ins Wanken
- Ihre Sicherheit bricht weg
- Ihre Zukunft wirkt plötzlich unklar
Gerade wenn die Kündigung aus heiterem Himmel kommt, fühlt es sich an wie ein Schlag ins Gesicht.
Und wissen Sie was?
Das ist völlig normal.
Viele Menschen fallen zunächst in ein emotionales Loch.
Ihr Kopf versucht zu verstehen, was gerade passiert ist, aber es geht einfach nicht sofort.
Kündigung verarbeiten: Diese Phasen sind ganz normal
Vielleicht erkennen Sie sich hier wieder:
- Schock
- Verdrängung
- Wut
- Selbstzweifel
- Orientierungslosigkeit
- Akzeptanz
- Neuausrichtung
Diese 7 Phasen der Veränderung durchlaufen viele Menschen.
Nicht immer in dieser Reihenfolge. Nicht immer gleich intensiv.
Aber: Sie zeigen Ihnen, dass Sie nicht „falsch“ reagieren.
Dazu habe ich eine Podcast-Episode aufgenommen, die eine sehr persönliche Aufzeichnung ist, als ich durch die Phasen in meiner Krankheit gegangen bin.
7 Phasen der Veränderung, Achtung, eine sehr persönliche Episode.
Was jetzt wirklich hilft (statt blinder Aktionismus)
Viele versuchen sofort, „funktionieren“ zu müssen:
- Bewerbungen rausschicken
- schnell den nächsten Job finden
- bloß keine Lücke haben
Doch genau das ist oft nicht der beste erste Schritt.
Was wirklich hilft:
1. Sprechen Sie darüber
Auch wenn es schwerfällt.
Gerade jetzt brauchen Sie Menschen, die Sie auffangen.
2. Holen Sie sich Unterstützung
Coaching, Austausch, Netzwerk – Sie müssen da nicht allein durch.
3. Stoppen Sie die Schuldfrage
Eine Kündigung ist nicht automatisch ein persönliches Versagen.
Die wichtigste Frage: Was wollen Sie wirklich?
Und jetzt kommt der Punkt, den viele überspringen:
Was wollen Sie eigentlich wirklich?
Nicht:
- Was ist sicher?
- Was erwarten andere?
Sondern:
- Was passt wirklich zu Ihnen?
- Was gibt Ihnen Energie?
- Wofür stehen Sie morgens gerne auf?
Christoph sagt heute:
Diese Kündigung war das Beste, was ihm passieren konnte.
Warum?
Weil sie ihn gezwungen hat, genau hinzuschauen.
Kündigung als Chance – auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt
Ich weiß:
Das klingt im ersten Moment vielleicht zynisch.
Aber ich sehe es in meinen Coachings immer wieder:
Eine Kündigung ist oft der Wendepunkt.
Der Moment, an dem echte Veränderung möglich wird.
Gerade heute, wo sich der Arbeitsmarkt verändert hat.
Wussten Sie, dass angeblich ca. 60–70 % der Jobs über den verdeckten Arbeitsmarkt vergeben werden?
Das bedeutet:
Viele Chancen entstehen dort, wo Sie sichtbar sind.
Ihr nächster Schritt: Sichtbar werden und neu ausrichten
Wenn Sie sich neu orientieren, reicht es nicht mehr, nur Bewerbungen zu schreiben.
Sie müssen gefunden werden.
Zum Beispiel über:
- Ihr Netzwerk
Unterstützung für Ihre berufliche Neuorientierung
In meinem Workshop zeige ich Ihnen Schritt für Schritt:
- wie Sie Ihre Stärken klar formulieren
- wie Sie sichtbar werden
- wie Sie den verdeckten Arbeitsmarkt für sich nutzen
Hier finden Sie alle Infos zum Workshop
Oder starten Sie mit einem ersten Gespräch:
Buchen Sie Ihre virtuelle Kaffeepause
Wir schauen gemeinsam, wo Sie stehen – und wo Sie hinwollen.
Sie sind nicht allein
Eine Kündigung kann sich anfühlen wie ein Absturz. Aber sie kann auch der Anfang von etwas Neuem sein.Die Frage ist:
Was machen Sie daraus? Es könnte ja echt gut werden
Mein Impuls für Sie:
Was wäre, wenn genau jetzt der richtige Moment ist, neu zu starten?
Schreiben Sie mir oder vereinbaren Sie direkt ein Gespräch – ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg.
EXKURS Kündigung
Ein Regelfall ist solch eine "plötzliche Kündigung" natürlich nicht und grundsätzlich gibt es immer noch ein Kündigungsschutzgesetz.
Ein kleiner Exkurs zum Thema Kündigung, was natürlich kein Rechtsberatung ist:
Es gibt grundsätzlich drei Arten der Kündigung,
§ 1 Abs.2 KSchG:
- ordentliche Kündigung
- außerordentliche Kündigung
- Änderungskündigung
Die ordentliche, oder auch im allgemeinen Sprachgebrauch die fristgemäße Kündigung ist die häufigste Art der Kündigung. Hier ist eine jeweilige Kündigungsfrist einzuhalten und ggf. auch eine Sozialauswahl zu beachten.
Bei den Kündigungsgründen wird unterschieden in:
- Personenbezogene Kündigung
- Verhaltensbedingte Kündigung
- Betriebsbedingte Kündigung
Eine fristgerechte Kündigung muss also durch einen legitimen Grund gerechtfertigt sein und gesetzliche sowie auch vertragliche Fristen einhalten.
Nach § 314 des Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist für eine fristlose Kündigung das Vorliegen eines wichtigen Grundes eine grundlegende Voraussetzung.
Bei den Kündigungsarten ein kurzer Überblick:
Betriebsbedingte Kündigung:
Grund für die Kündigung sind dringende betriebliche Erfordernisse, z.B. aufgrund von Rationalisierung, Umsatzrückgang, Betriebsverlagerung, Auftragsmangel oder Betriebsstilllegung.
Personenbedingte Kündigung:
Der Arbeitnehmer kann aus Gründen, die in seiner Person liegen, gekündigt werden. Eine personenbedingte Kündigung ist dann möglich, wenn der Arbeitnehmer/In die Arbeit nicht (mehr) ausführen kann und eine Beschäftigung auf einem anderen Arbeitsplatz nicht möglich ist. Dies gilt für fachliche, persönliche oder gesundheitliche Gründe.
Verhaltensbedingte Kündigung:
Der Kündigungsgrund ist das Fehlverhalten des Mitarbeiters/In. Der ArbeitnehmerIn hat willentlich/selbstverursacht gegen eine Pflicht aus dem Arbeitsvertrag verstoßen, z.B. Diebstahl, Arbeitsverweigerung oder wiederholtes Zuspätkommen trotz Abmahnung.
Häufig wird die verhaltensbedingte Kündigung als außerordentliche, fristlose Kündigung ausgesprochen, wenn das Arbeitsverhältnis dadurch nicht mehr zumutbar ist und das Vertrauensverhältnis zerstört wurde.
Mehr dazu hören Sie im Podcast oder sehen uns im Interview auf meinem YouTube-Kanal.
Shownotes:
Dazu passend finden Sie hier den Podcast zum Thema Abfindung und Aufhebungsvertrag.
Hier finden Sie etwas zu den 7 Phasen der Veränderung. Eine persönliche Geschichte von mir als ich die Diagnose Brustkrebs bekommen habe, die Ihnen hierbei hoffentlich auch weiter hilft.
Zur Probezeit und Kündigungsschutz finden Sie hier noch einen Beitrag.
John Kotter: Das Pinguin-Prinzip
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Website: www.christoph-michalski.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christoph-maria-michalski-88bb56b9/